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Viel oder noch mehr? Die Auflösung
Um kaum ein anderes Detail wird in der digitalen Fotografie so viel Aufhebens gemacht, wie um den Wert der "Auflösung" - zum Teil berechtigt, zum Teil aber auch mit dem Wunsch eines Autofahrers nach immer mehr Pferdestärken bei gleichzeitig chronisch verstopften Straßen vergleichbar ...
Um diesen Begriff zu verstehen, muss man sich zuerst vergegenwärtigen, wie digitale Fotos aufgebaut sind. Sie bestehen aus so genannten "Pixel", die die kleinsten Bausteine eines solchen Bildes darstellen. Aus einer Vielzahl dieser Bildpunkte, die wie ein Mosaik zusammengefügt sind, entsteht das digitale Foto - vergleichbar mit einem Blatt Rechenpapier, bei dem man einzelne Kästchen mit dem Bleistift ausfüllen kann, um bei der Betrachtung aus einiger Entfernung ein bildartiges Muster zu erkennen.
CCD -Sensor und Pixel
Die Auflösung eines solchen "Rechenblattbildes" entspricht der Anzahl der Rechenkästchen auf dem Papier. Ähnlich ist es bei digitalen Kameras: Sie zerlegen das mit dem Objektiv erfasste Bild mit Hilfe einer Vielzahl winziger, lichtempfindlicher Fotodioden, den so genannten CCD-Elementen, in Millionen einzelner "Farbkästchen" - "lösen" es also in Pixel "auf" -, speichern diese und können sie dann auf ihrem LCD-Monitor sichtbar machen beziehungsweise zum Computer übertragen.
Je mehr dieser Fotodioden auf dem Sensor einer Digitalkamera untergebracht sind, umso höher ist ihre Auflösung. Die technischen Daten beschreiben diese Auflösung entweder in einer exakten Bildpunkt-Anzahl (z. B. 2.048 mal 1.536 Pixel) oder vereinfachen den Wert, indem die Anzahl in Millionen Pixel angegeben wird - im Computer-Jargon mit "Mega" bezeichnet.
Was ist also eine "3-Megapixel-Kamera"?
Nach so viel Fachchinesisch wissen wir nun: Eine 3-Megapixel-Kamera ist ein Modell, dessen Aufnahmesensor rund 3 Millionen einzelner Fotodioden oder Pixel besitzt, üblicherweise 2.048 Pixel in der Breite und 1.536 Pixel in der Höhe. Multipliziert man diese Werte, so ergibt sich die magische Zahl (genau: 3.145.728). Dies bedeutet in der Praxis ganz einfach: Ob Eiffelturm oder Marienkäfer - diese Kamera kann jedes Motiv, das man ihr vor die Linse setzt, in 3,1 Millionen Mosaiksteinchen zerlegen.
Nimmt man ein solches Motiv mit einer 3-Megapixel-Kamera auf bietet diese Auflösung genügend Reserve, um auch kleine Details sichtbar zu machen.
Checkliste Auflösung
Je mehr Bildpunkte zur Verfügung stehen, desto besser ist die Fähigkeit der Kamera, auch feinste Details und Strukturen abbilden zu können - ähnlich wie bei einem Mosaik mit vielen kleinen Steinchen und einem im Vergleich dazu viel groberen Mosaik aus wenigen, groben Bausteinen. Dennoch: es muss nicht immer gleich die Maximal-Auflösung sein:
Die Auflösung (=Anzahl der Pixel eines Digitalfotos) sagt weniger etwas über die Qualität des Bildes aus als vielmehr darüber, wie groß es zu Papier gebracht werden kann.

Je höher die Auflösung, umso größer die Bilddatei - und umso weniger Bilddateien passen auf eine Speicherkarte.

Gut zu wissen: Auch mit hoch auflösenden Digitalkameras muss man nicht immer aus "vollem Rohr" fotografieren: Man kann bei fast allen Kameras von Bild zu Bild die Auflösungseinstellung verändern und so auch mit einer 5-Megapixel-Kamera Fotos mit niedrigerer Auflösung aufnehmen.

Faustregel:
Für die Darstellung auf einer Internet-Seite, für den Versand per E-Mail oder für die Belichtung eines Fotos auf Papier bis zum Standard-Format von 10 x 15 cm reichen 2 Megapixel meist völlig aus.
Für größere Papierformate oder für Ausschnittvergrößerungen darf die Auflösung etwas höher ausfallen: 3, 4 oder 5 Megapixel leisten hier - je nach den individuellen Anforderungen - gute Dienste.

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